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aktuellenews_megaupload_offline_kim_schmitz_festgenommenDie Downloadplatform Megaupload.com ist offline. Das F.B.I hatte zunächst die Website abgeschaltet und nun auch noch den Geschäftsführer Kim Schmitz festgenommen. Dem Filesharing-Anbieter werden systematische Copyrigthverletzungen vorgeworfen. Es werden sogar Vergleiche zum Organisierten Verbrechen gezogen.

Die Festnahme

Letzte Woche wurde der deutsche Internetunternehmer Kim Schmitz alias Kim Dotcom in seiner Villa in Coatesville, Neuseeland festgenommen. Die Festnahme gestaltete sich für die Beamten äußerst schwierig, da sich Schmitz in einem sogenannten Panik-raum verschanzte. Ein Panik-raum ist ein speziell gesicherter Raum, den sich Millionäre wie Schmitz gerne einbauen lassen, um sich bei einem Überfall oder Einbruch in ihm verbarrikadieren zu können und in aller Sicherheit das Eintreffen der Polizei abwarten zu können. Ironischerweise war es in Schmitz Fall die Polizei, vor der er sich versteckte.
Nach der Festnahme ging es für Schmitz sofort in Untersuchungshaft.

Die Anklage

Kim Schmitz wird mit drei anderen Angeklagten vorgeworfen, gegen geltendes Copy-Right verstoßen zu haben. Das F.B.I hat die Auließerung von Schmitz in die USA beantragt. Der Filesharing-Dienst Megaupload stellte vor allem Musik und Videos seinen Nutzern in großen Mengen zur Verfügung. Diese konnten den kostenlos oder als kostenpflichtiges Premium-Mitglied nutzen. Nach eigenen Angaben besuchten zum Schluss mehr als 50 Millionen Menschen täglich den Internetdienst.

Schmitz bleibt in Haft

Schmitz hat einen Antrag auf Kaution gestellt, der jetzt aber von der neuseeländischen Justiz abgelehnt wurde. Zur Begründung wurde gesagt, dass eine erhöhte Fluchtgefahr besünde und eine Freilassung auf Kaution daher nicht in Frage käme.  Das F.B.I drängt derweile auf eine zügige Auslieferung Schmitz in die USA. Die harte Gangart der US-Behörden in diesem Fall lässt sich in einen gewissen Zusammenhang mit den jüngsten Gesetzesentfürfen (SOPA und PIPA) bringen: Auch hier geht es darum, die Rechte der Copy-Right-Besitzer zu stärken.

Ausblick

Eine weitere Entwicklung des Megaupload-Falls bleibt mit Spannung abzuwarten.  Andere Filesharing-Anbieter reagieren derzeit mit Panik. Vor allem die mögliche Auslieferung an die USA hat bereits einige Anbieter dazu veranlasst ihre Dienste einzustellen.

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